Nächste Leiterrunde:
Dienstag, 28.02.12
um 19.00 Uhr
im Judenturm
Jeder Pfadfinder kennt komplizierte und weniger komplizierte Knoten, die ihm in der Natur eine große Hilfe sein können. Hier sollen einige vorgestellt werden:
Der Kreuzknoten ist ein einfacher Allzweckknoten und dient dazu, zwei etwa gleich dicke Seile zu verbinden. Er lässt sich daran leicht erkennen, dass er sich, wenn man die beiden Teile wieder zusammendrückt, nicht löst, sondern verschieben lässt. Der Kreuzknoten hält großen Belastungen stand, ist aber trotzdem leicht zu lösen.
Der Altweiberknoten ist ein "verkehrter" Kreuzknoten. Auch bei diesem Knoten werden zwei etwa gleich dicke Seile miteinander verbunden. Je nach Seilart und -Material kann der Altweiberknoten unter Last durchrutschen, und im Gegensatz zum Kreuzknoten ist er nach der Belastung so gut wie nicht mehr lösbar. Damit besitzt er für Pfadfinder keine Vorteile gegenüber dem Kreuzknoten.
Der Schotstek dient zum Verbinden zweier unterschiedlich dicker Seile, ist - richtige Bindetechnik vorausgesetzt - gut belastbar und leicht wieder zu lösen. Achtung! Falsch gebunden kann der Schotstek bereits bei leichter Last auseinanderrutschen!
Sehr gut geeignet zur Verbindung zweier Seile bei wechselnder Belastung. Gitarrenseiten und anderes widerspenstiges Material, sowie auch unterschiedlich dicke Seile lassen sich mit ihm sicher binden. Auch wenn die Seile sehr nass geworden sind, lässt sich dieser Knoten leicht lösen.
Der Stopperstek ist ein Klemmknoten, mit dem eine dünnere Leine mit einem dickeren Seil, einer Trosse oder einer Kette verbunden wird. Er kann auch verwendet werden, wenn das Seil unter Spannung steht. Er zieht sich unter Belastung zu und lockert sich bei Entlastung wieder und kann so verschoben werden.
Dieser Knoten wir zur Befestigung von einem Seil an einem anderen Seil oder einem Holz verwendet. Er hat den großen Vorteil, dass er sich auch nach größerer Belastung immer wieder leicht lösen lässt.
Dieser Knoten eignet sich besonders gut um verschiedene Bünde zu beginnen, da er sich nach dem Lösen des Bundes leicht öffnen lässt.
Der Bund lässt sich auch als schnelle Lösung um ein Kreuz zu binden verwenden, wobei darauf zu achten ist das es unter Spannung gehalten wird da es sich sonst schnell löst.
Der Webeleinstek ist ein stabiler Knoten zum Beginnen eines Bundes. Er wird oft als Startknoten für Ein- Zwei- oder Dreibeine, für Parallel-, Diagonal- und Kreuzbünde gebraucht.
Der Palstek eignet sich hervorragend um schwere Lasten mit einem Seil an etwas zu befestigen, da er sich im Gegensatz zu anderen Knoten nicht selber zu zieht und sich auch nach großen Belastungen problemlos wieder öffnen lässt.
Der Achterknoten wird verwendet um eine Schlaufe zu sichern. Beispielsweise kann man sich mit dem Achterknoten in einen Hüftgurt einbinden.
Er dient dazu, ein Seil zu verkürzen. Allerdings hält er nur unter Belastung an beiden Seiten. Zum Aufbau: Als erstes legt man mit dem Seil eine „S-Form“. Dann nimmt man das linke Seilende und dreht es einmal um die beiden anderen Seile und zieht es von rechts über links. Das gleiche macht man an der anderen Seite, nur andersherum. Wenn man vorsichtig an beiden Enden zieht, hält er.
Der eigentliche Zweck der Henkerschlinge lässt sich leicht erraten. Früher zur Hinrichtung von Verbrechern benuzt, findet er in der heutigen Zeit kaum noch verwendung. Man kann ihn zwar auch zweckentfremden und in anderen bereichen nutzen, was aber nicht sehr ratsam ist, da diese Schlinge kompliziert zu knoten ist.
Dieser Abspannknoten hat im Vergleich zum Zeltspanner den Vorteil, dass sich durch seine Flaschenzug-Funktion auch größere Zeltkonstruktionen (z.B. Jurtenburg) gut abspannen lassen. Zudem läßt er sich sehr schnell öffnen, die Abspannung korrigieren (fester oder weniger stark abspannen), und wieder zuknoten.
Dieser Knoten wird logischerweise zum Bau einer Strickleiter oder Brücke verwendet.
Quelle: Scout-O-Wiki